Safer Internet Day 2013 – Die EU-Initiative klicksafe fordert:

Kein Netz für Rechtsextreme!

Pressemitteilung
zum Internationalen Safer Internet Day am 5. Februar 2013

Das Internet ist kein „rechtsfreier“ Raum. Zunehmend verlagert die rechte Szene ihre Aktivitäten in die Sozialen Netzwerke. Jugendschützer warnen: Auch mit Online-Videoclips, Gruppen sowie Fanseiten in sozialen Netzwerken wird gezielt versucht, Jugendliche zu ködern. Beim kommenden Safer Internet Day am 5. Februar 2013 rückt die EU-Initiative klicksafe das Thema „Rechtsextremismus im Netz“ in den Fokus. klicksafe veröffentlicht zu diesem Anlass eine Informations-Broschüre für Eltern „So schützen Sie Ihr Kind gegen rechte Inhalte im Netz“ und das neue Unterrichtsmodul „Rechtsextremismus hat viele Gesichter: Wie man Rechtsextremismus erkennt und was man tun kann“.

Auch bei rechtsextremen Gruppierungen stehen die großen Online-Plattformen YouTube, Facebook und Twitter hoch im Kurs. Hier sprechen sie vor allem junge Internetnutzer an: Und das nicht nur mit plumper Propaganda. Jugendgefährdende und unzulässige Inhalte (vgl. Hakenkreuze) kommen vergleichsweise sogar eher selten vor (vgl. jugendschutz.net 2011). Die rechte Szene geht subversiv vor und nutzt professionell die vielfältigen Möglichkeiten, die das Web 2.0 bietet. So entpuppen sich im Netz veröffentlichte Aktionen oder Computerspiele erst bei genauerem Hinsehen als die Verpackung für rechte Ideen. Doch den Blick zu schärfen und demokratiefeindlichen Internetnutzern die eigene Online-Community nicht zu überlassen, will gelernt sein. Hier setzt die von den Landesmedienanstalten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen getragene EU-Initiative klicksafe zum kommenden Safer Internet Day ein Zeichen: Entsprechend dem Motto „Rechte Online: Kein Netz für Rechtsextreme!“ ruft klicksafe alle gesellschaftlichen Kräfte auf, sich aktiv am Safer Internet Day zu beteiligen.

Unterrichtsthema „Rechtsextremismus im Netz“
„Das neue klicksafe-Unterrichtsmodul bringt das Thema ‚Rechtsextremismus im Netz‘ in die Schule“, erklärt Renate Pepper, die Direktorin der Landeszentrale für Medien und Kommunikation in Rheinland-Pfalz (LMK). „Kinder und Jugendliche dürfen sich nicht hilflos fühlen, wenn sie im Internet mit rechtem Gedankengut konfrontiert werden.“ Das in Zusammenarbeit mit jugendschutz.net erstellte Unterrichtsmaterial gibt konkrete Anregungen, wie Internetnutzer zum Beispiel in Foren auf ausländerfeindliche Kommentare reagieren sollen oder wo sie Videoclips mit nationalistischen Inhalten melden können.

Aufklärung von Eltern über „Rechtsextremismus im Netz“
Darüber hinaus bietet die EU-Initiative klicksafe in ihrer Informationsbroschüre „Rechtsextremismus im Internet – Tipps für Eltern. So schützen Sie Ihr Kind gegen rechte Inhalte im Netz“ Hilfestellungen bei den Fragen, wie rechtsextreme Gruppierungen das Netz nutzen, was das Gesetz sagt, wie Eltern rechtsextreme Inhalte erkennen und wie sie ihr Kind fit machen können, damit umzugehen. „Wir dürfen vor dem Thema ‚Rechtsextremismus im Netz` nicht die Augen verschließen“, sagt auch Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen (LfM). „Es geht um Rechte und Verantwortung im Internet. Hier sind wir alle gefordert, Stellung zu beziehen: Online-Anbieter und –Nutzer, Politik, Medien, Unternehmen, Schulen und Eltern gleichermaßen.“

Aktiver Einsatz beim Safer Internet Day
Der internationale Aktionstag für mehr Sicherheit im Netz wird weltweit veranstaltet – im Jahr 2013 bereits zum 10. Mal und unter dem internationalen Thema „Online Rights and Responsibilities“. In Deutschland koordiniert die EU-Initiative klicksafe die vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen zum „Safer Internet Day“. Jeder kann mitmachen und auch eigene Themen einbringen, die den verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium Internet fördern. Auf dem Portal www.klicksafe.de werden die geplanten Initiativen und Projekte veröffentlicht. Aktuelle Informationen gibt es unter dem Direktlink www.klicksafe.de/sid. Hier können sich Interessierte auch für den Info-Service zum Safer Internet Day registrieren.

Hinterlasse eine Antwort

Hintergrund:
klicksafe (www.klicksafe.de) ist eine Initiative im Safer Internet Programme der EuropĂ€ischen Union fĂŒr mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale fĂŒr Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Koordination) und der Landesanstalt fĂŒr Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt. klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im Safer Internet Programme der EuropĂ€ischen Union. Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgefĂŒhrt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie das Kinder- und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer (Helpline) an.
Test

jump+more auf Twitter

Error: Feed has a error or is not valid